Das Corona Koma

Ein leblos Stück von Erbsubstanz,
es ist weder Tod noch lebt es ganz.
Mal ist es da, mal ist es weg,
hervorgebracht aus dem natürlich’ Dreck

So ist es nicht das erste mal Mal,
ein Jahrhundert lang bestand die Wahl,
dank Fortschritt nun ein and’ren Weg zu geh’n,
um zu lernen aus dem was war gescheh’n.

Der Mensch jedoch im Koma liegt,
Erkenntnis aus Geschichte oft nicht siegt.
Das Leben, betrachtet heut’ als Ware,
Vergessen all das Leid der fernen Jahre.

Bekannt schon seit Dekaden,
der Natur zu sehr zu schaden,
ist eher kontraproduktiv,
Einsicht, nur ein Konjunktiv.

Vor gar nicht all zu langer Zeit,
zu sehen eine Warnung weit und breit,
Das Grauen, genannt schlicht SARS,
die Lehren daraus, nichts mehr als eine Farce.

Die Jahre, sie vergingen wie im Flug,
Sicherheit ein Schluss von Trug.
Das Virus, gestimmt sehr heiter,
denn es existierte weiter.

Auch die Natur das nicht vergaß,
und aus der Vergangenheit dann laß.
Darwin fand dafür ein Wort,
Evolution – wer rastet, muss hinfort.

So ging der Virus auf die Reise,
mutierte heimlich, still und leise,
zu etwas Neuem, für den Menschen unbekannt,
und sprang sogleich von Land zu Land.

Anfangs wusste keiner was es wahr,
Regierungen, sie sahen kaum Gefahr.
Es fing an im Land der Mitte,
unterlassen, auch hier die nöt’gen Schritte.

So flog die Seuche mit als stiller Passagier,
sehr gelegen kam hier das jek’sche Bier.
Auch in Ischgl ging’s darauf dann los,
Information ? warum denn bloß ?

Mahnende Worte aus dem Isenland,
einfach ignoriert und auch verkannt.
Dazu mit den Fliegern dieser Welt,
nichts was die Seuche noch im Zaume hält.

Und jetzt ist er wieder da,
ein Umstand, wie vor hundert’ Jahr.
Heut’ Corona, damals Grippe,
die Zivilisation, nun wieder auf der Kippe.

So fragt man sich, was haben wir gelernt,
von Nachhaltigkeit noch meilenweit entfernt.
So hieß es immer: höher, schneller, weiter,
immerzu hinauf auf der Karriereleiter.

Die Welt, gehüllt in Stille,
gewichen ist die Rosa Brille.
Besinnen sich der Mensch nun muss,
bei vielen dies erzeugt Verdruss.

So kommt zum Vorschein wiedermal,
des Menschen vielfach Wahl.
Vollendet nun der stet’ge Tanz,
aus Demut und auch Ignoranz.

Was am Ende dann noch bleibt,
ist eine spann’de Frage,
zeigen wird es nur die Zeit,
zu was der Mensch und die Natur sind in der Lage.

CC_BY_NC_SASpeefak | inspired by Corona Crisis | PDF Download

Kategorie(n): Eigene Werke, Literatur

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