Atomkrieg

Kein Vogel der am Morgen singt,
nichts mehr das uns fröhlich stimmt.
Himmelgrau folgt triefend rot,
gibt es Leben oder Tod ?

Ist die Sonne noch zu sehen,
wird die Welt schon bald vergehen ?
Was richtet unsere Spezies an,
frage ich mich dann und wann ?

Karge Landschaft weit und breit,
Verlustängste und endlos Leid.
Zeit des Jammerns Zeit der Klagen,
erzählen von den besseren Tagen.

Ein zurück willst du beschwören,
nie mehr diese Welt zerstören.
Vieles willst du – doch zu spät.
Weil es nun zu Ende geht.

Ein Bunker soll dein Leben retten,
wird er nicht – ich möchte wetten,
denn ich sage einfach ungeniert,
wer wäre dabei – ist privilegiert ?

Sehe hochgeklappt die Stühle,
endlos rangeln und Gewühle,
jeder will – so möchte ich wetten,
nun sein eignes Leben retten.

Kein Vogel mehr am Morgen singt,
nichts mehr was uns fröhlich stimmt,
Himmelgrau folgt tiefes rot,
Alles zu spät – die Welt ist tot.

Gudrun A. Wirbitzky | 2.Mai.2017 nach einem Besuch des Sonnenbunkers

Kategorie(n): Gesammelte Werke, Literatur

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