Schiffbruch

In des Seemans schlimmer Not,
bersten Mast und Shot,
Sein Körper zerschunden,
in der Seele tiefe Wunden.
Das Ruder er dennoch hält,
auch wenn er auf kalte Planken fällt.
Vieles nimmt er in Kauf,
und vieles kann er ertragen,
jedoch ein Jonas an Bord seines Schiffes,
wehrt schlimmer als die Gefahren eines jeden Riffes.

Und so treibt er auf den Trümmern seines Bootes,
in dem Wissen des sicheren Todes,
weit auf dem Meer der Unendlichkeit,
mit der Überzeugung der wahren Freiheit.

Das schwimmende Wrack auf See,
es kann sich kaum über Wasser halten,
doch trotzt es den Wellen und Abgrund an Lee,
Die Gedanken des Seemanns sie sind gespalten.
Er sinnt darüber zu gehen an Land,
ein Leben zu führen mit mehr Bestand.

Da erblickt er ein Hafen in weiter Ferne,
und lässt zurück sein treibendes Gut.
Fragt sich indes ob er das Leben an Land wohl erlerne,
als bald wird an Land er gespült mit steigender Flut.

Verloren nun die Freiheit des Meeres,
und entkommen der kalten See.
Eine neue Erfahrung des gestrandeten Matrosen,
fortan zu dienen in der Masse der Heimatlosen.

Die Jahre sie ziehen ins Land,
Nur Erinnerungen sind ihm geblieben,
so zahlreich wie Muscheln am Strand,
doch ist er stets von der Suche getrieben.

CC_BY_NC_SASpeefak | inspired by a very good friend | PDF Download

Kategorie(n): Eigene Werke, Literatur

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