Denn Sie wissen nicht was Sie tun …

Der Weisheit erster Schluss,
beginnt mit Logik, die nicht ein Jeder haben muss.
Benötigt wird dafür nicht viel.
Verstand, der wär’ nicht schlecht,
ein wenig Rückgrat auch ganz Recht.
Gedanken über eine Stadtstruktur wär’n toll,
ein Kopf, der nicht von Prestigeprojekten voll.

Der Blick für Synergien so fern,
ein Plan für Bürger ohne Autolärm.
Ein System, das endlich funktioniert,
und sich nicht ständig selbst blamiert.

An erster Stelle hier zu nennen,
Ein wahrlich blinder Idealist,
Viele werden Ihn bereits schon kennen.
Ein Mensch, der von Intelligenz nun leider nicht gesegnet ist.

Gemeint ist unser Stadtbaurat,
der die Stadt schon viel zu oft zur Kasse bat.
Prestigeprojekte mit sehr wenig Sinn,
Herr Otte findet das nicht schlimm.
Dabei ist es alles Andere als gut,
was dieser Mann seit Jahren hier so tut.

“Hier bau’ ein ich Gebäude hin,
völlig frei von jedem Sinn.
Radwege müssen viel mehr her,
zusammenhängend gar nicht so sehr,
Mein Arbeitsweg muss stehts der Beste sein,
Hauptsache ICH! komm’ sicher Heim.
Die Quintessenz muss daher lauten :
Das sind Ottes monumentale Bauten !”

Normale Bürger müssten dafür in den Knast,
das Rechtssystem komplett verblasst,
Richter emotional kompromittiert,
vielleicht auch extern finanziert ?
Gerechtigkeit, nur eine Farce,
die Niederschriften, die ich las,
Ein Witz in Schwarz auf Weis,
die innere Stimme sie mahnt noch leis’,
und würgt man diese Stimme ab,
bringt dies so manchen dann ins Grab.

Die letzte Kiste dann geschlossen,
Nach dem Abschied der Genossen,
wenn der Deckel endlich zu,
dann hat man Sie: die lang ersehnte Ruh’.

Doch kann ich all das nicht begraben.
und muss daher nochmals sagen:
Dem Stadtrat ist der Bürger schier egal,
Was für Ihn zählt ist die nächste Wahl.

Handelt der Bürger gleichwohl so,
wird er seines Lebens nicht mehr froh,
denn wie auch Sie bereits erfahren haben:
für die da oben sind wir nichts als Schaben.

Das Osnabrücker Rechtssystem ist auch der Hammer,
Vor allem dieser Haufen namens sechste Kammer.
Die Eignung dieser Richter ist sehr fraglich,
das zu sagen – ja das wag’ ich !

Die ersten Worte waren sinngemäß,
aus einen komplett entleerten Rechtsgefäß,
Frustration war zu erkennen,
dies begann der Richter dann zu nennen:
“Nun sitzen wir erneut beisammen,
gezwungen von der Obrigkeit.
Mein Rechtsspruch steht in Flammen,
ich habe weder Lust noch Zeit,
mich damit wieder zu befassen,
ergo können wir’s auch gleich lassen.”

Das was rechtlich unbestreitbar wurde widerrufen.
Das was fair gewesen, wurde nicht verlesen.
Das was empirisch nicht gemessen, gerechnet wurde hier statt dessen.
Was wir bekamen hier geboten, von diesen juristischen Despoten,
war weder logisch – und erst recht nicht pädagogisch.

So haben Sie es nun geschafft,
das letzte bisschen Verständnis, es ist dahin gerafft,
die Wandlung ist vollzogen,
und geglättet sind die Wogen,
Am Anfang stand ein Bürger voller Wut,
darüber, dass niemand etwas Tut.
Und der Tenor von der Verwaltung:
Dazu haben wir keine Haltung.

Geblieben ist Verbitterung und Zorn,
fern ab der richt’gen Norm.
Jedoch ist Zorn nicht mehr von kurzer Dauer,
Ein Zorniger, er legt sich auf die Lauer.
Ohne wütend Emotion, in einem stetig ruhigen Ton,
Kompromisse werden nun nicht mehr geschlossen,
es wird verbal zurückgeschossen !

Und sollte das nicht reichen,
wird das Verbale Taten weichen.
darauf bin ich wahrlich nicht erpicht,
doch ist Widerstand nun meine Pflicht !
Ziviler Ungehorsam ist das Mittel meiner Wahl,
und das wird auch für Sie zur Qual !

Mein Zorn will ich nun teilen,
und auf den Straßen dieser Stadt nun dann verweilen.
Ziviler Ungehorsam – so manchen Sieg hat er gebracht,
genannt sei hier die Hambi-Schlacht.
Und auch der Transport von strahlenden Castoren,
hat so manche Schlacht heraufbeschworen.

Die Zeche zahlen muss ein Jeder,
Auch Sie sind davon nicht befreit.
D’rum will so Mancher denen da Oben gar ans Leder,
doch suche ich da lieber den verbalen Streit.

CC_BY_NC_SASpeefak | inspired by Verkehrsplanung Osnabrück | PDF Download

 

 

Kategorie(n): Eigene Werke, Literatur

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