Systemd

Systemd hat mittlerweile andere Bootverwaltungsroutinen größtenteils abgelöst. Die Syntax ist im Vergleich zu den bereits bekannten Routinen etwas gewöhnungsbedürftig. Systemd ist jedoch schneller, da es weniger Skripte verwendet und Aufgaben parallel ausführt, allerdings auch umstritten. Die Konfiguration ist unter /etc/systemd zu finden.

Boot Prozess

Systemd’s hauptsächliche Aufgabe liegt darin, dem Boot Prozess zu verwalten und Informationen darüber zur Verfügung zu stellen. Um die Dauer des Boot Prozesses anzeigen zu lassen:

Um sich die Zeit, die jeder Prozess beim Bootvorgang benötigt hat anzeigen zu lassen:

Journal-Analyse

Zusätzlich ist Systemd verantwortlich für das System Event Log, ein Syslog Dameon wird nicht mehr benötigt. Um sich den Inhalt des Systemd Journals anzeigen zu lassen:

Prozessbezogene Ereignisse von crond anzeigen lassen:

Anzeiger aller Meldungen seit dem letzten Reboot:

Anzeige aller Ereignisse von heute:

Anzeige aller Ereignisse mit der Priorität err (Fehler):

Anzeige der lezten 10 Ereignisse (Echtzeitaktualisierung  / equivalent zu tail -f /var/log/messages):

 

Kontrollgruppen

Systemd organisiert Aufgaben in Kontrollgruppen. Beispielsweise werden alle Prozesse, die vom Apache Webserver gestartet werden, in der selben Kontrollgruppe zusammen gefasst, CGI Skripte ebenso.
Um sich die Hierarchie der Kontrollgruppen anzeigen zu lassen:

Listen basierte Anzeige der Kontrollgruppen, sortiert nach CPU, Speicher und Disk I/O:

Anzeiger aller einem Apache Webserver zugeordneten Prozesse:

Zuweisung eines Resourcenlimits von 500 CPUShares für eine Prozess:

ACHTUNG!!! Die Änderung wird in die sogenannte „service unit“ Datei geschrieben. Um das zu verhindern und die Zuweisung nur für die aktuelle Laufzeit zu setzten muss man die –runtime ‚Option setzen. Standardmäßig wird jedem Service 1024 CPUShares zugewiesen. Es gibt aber keine Grund einem Service weniger oder gar mehr davon zuzuweisen.

Anzeige des akteullen Wertes der CPUShares für eine Service:

 

Service Management

Systemd ist u.a. zuständig für alle Aspekte des Service Managments. Das systemctl Kommando ersetzt chkconfig und das service Kommando. Die alten Kommandos sind verlinkt auf die jeweiligen systemctl Aufrufe.

Aktivierung des NTP Service beim Bootvorgang:

ACHTUNG!!! Du solltest im obigen Beispiel ntpd.service angeben aber per Default wird das .service Suffix hinzugefügt. Wenn du einen Pfad angibst, wird das .mount Suffix hinzugefügt.

NTP Serviceverwaltung (deaktivieren, starten, stoppen, neu starten, reload):

Überprüfung der NTP Aktivierung beim Bootvorgang:

Überprüfung von aktivem NTP Service:

Anzeige des NTP Servicestatus:

Systemctl Reload nach Änderungen:

Übersicht aller Units (Services, Mount Orte, Geräte):

Etwas übersichtlicher:

Servicefehlerliste für beim Boot gestartete Dienste:

Anzeige von Prozessstatusinformationen:

 

Target Files anstatt Runlevel

Systemd verwaltet ebefalls Runlevel mit Hilfe der sogenannten „target files“, anstatt der bisher bekannten Init Skripte.

Wechsel in den „single user mode“:

Wechsel in den Runlevel 3 (Multi-user):

oder

Wechsel in den grafischen Runlevel:

Setzen des default Runlevel auf den Nicht-grafischen Modus:

oder umgekehrt:

Sich den aktuellen run level ausgeben zu lassen:

System herunterfahren:

ACHTUNG!!! Man kann auch das gewohnte poweroff Kommando verwenden, es ist gelinkt zu dem equivalenten systemctl Kommando.

Server in verschiedene Suspendlevel versetzen (neustarten, pausieren, suspend) :

Sonstiges

Anzeige des Servernamens:


ACHTUNG!!! Es gibt drei verschiedene Arten von Hostnamen: static, transient und pretty.
Der Hostname vom Typ „static“ ist der traditionelle Hostname, welcher vom Benutzer ausgewählt werden kann, und wird in /etc/hostname gespeichert. Der Hostname des Types „transient“ wird dynamisch verwaltet vom Kernel. Dieser kann per DHCP oder mDNS zur Laufzeit geändert werden. Der dritte Hosttyp „pretty“ ist ein frei wählbarer UTF8 name zur Präsentation für den Benutzer.

Permanentes setzes des Hostnamens:

Um sich die aktuellen Einstellungen für „locale“, „virtual console keymap“ und X11 Keyboard Layout anzeigen zu lassen:

Um de_DE.utf8 als Wert für „locale“ zu setzen:

Um de_DE.utf8 als Wert für „virtual console keymap“ zu setzen:

Um de_DE.utf8 als Wert für „X11“ zu setzen:

Um sich das aktuelle Datum und die Zeit anzeigen zu lassen:

Um ein neues Datum zu setzen:

Um eine neue Zeit zu setzten:

Um eine Liste der Zeitzonen anzeigen zu lassen:

Um die Zeitzone auf Europe/Berlin

Um sich eine Liste der Benutzer ausgeben zu lassen:

Um sich die Liste der aktuellen Benutzer Sessions ausgeben zu lassen:

Um sich die Eigenschaften des Benutzers user anzeigen zu lassen:
To get the properties of the user sham, type:

Kategorie(n): Anleitungen, Linux

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