Der Rentnerrap

Der Rentnerrap

Wo ich geh,
Wo ich steh’,
Was ich höre,
Was ich seh’
rappen Deppen diesen Schmäh’ ,
Den ich meistens nie versteh’.
Leise flehen meine Glieder,
singt doch meine Lieder wieder,
Doch die miesen, miesen Brüder,
Rappen meine Lieder nieder, Ja !
Unten siehste Teenies hocken,
noch nicht hintern Ohr’n trocken,
die dich schrecken,
die dich schocken,
dich mit dicken Lippen locken,
aufgespritzt und aufgeblasen,
zugepierct die Babynasen,
unter’m Bauch kommts` wabblig raus :
Baby, du siehst scheiße aus, JA !

Und daneben,
und daneben,
hocken Knaben,
die den Arsch voll Akne haben
und so blöde Hosen tragen,
die ein Jahr im Dreck rumlagen,
geile Röhren irgendwie,
nur der Arsch,
der hängt im Knie,
und es kommt aufs gleiche raus :
Bubi du siehst scheiße aus, JA !

Wo ich geh,
Wo ich steh’,
Was ich höre,
Was ich seh’,
immer hörste es nur rappen,
selbst Heppenheim und Meppen,
und warum frag ich mich Deppen,
muss ich mich bis Meppen schleppen,
weil sich Heppeheim und Meppen ganz vorzüglich reimt auf rappen, Ja,
oder Nein,
da muss keine Antwort sein,
ich bin klein,
mein Herz is rein,
ich komm auch in den Himmel rein.
Steh ich an der Himmeltür,
und ich sag :
ich kann doch auch,
ich kann doch auch,
ich kann doch wirklich nichts dafür, JA !

Kategorie(n): Gesammelte Werke, Humor, Literatur

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