{"id":860,"date":"2017-06-07T18:42:58","date_gmt":"2017-06-07T16:42:58","guid":{"rendered":"https:\/\/speefak.spdns.de\/www.cc-trade.info\/?page_id=860"},"modified":"2018-01-24T03:00:09","modified_gmt":"2018-01-24T02:00:09","slug":"futures-und-optionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/speefak.spdns.de\/www.cc-trade.info\/futures-und-optionen\/","title":{"rendered":"Futures und Optionen"},"content":{"rendered":"<h2>Futures und Optionen<\/h2>\n<p><strong>Der Handel mit Futures und Optionen gilt an der B\u00f6rse gemeinhin als K\u00f6nigsdisziplin. Denn diese Finanzinstrumente erm\u00f6glichen in k\u00fcrzester Zeit exorbitante Kursgewinne, sind aber gleichzeitig hochriskant. Bei Futures kann der Verlust sogar den Einsatz \u00fcbersteigen. Doch was sind Futures und Optionen konkret?<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Die Funktionsweise von Optionen<\/h2>\n<p>Wie der Name Option bereits verr\u00e4t, handelt es sich um Instrumente, die ein Wahlrecht (die Option) beinhalten. Der K\u00e4ufer einer Option erh\u00e4lt somit das Recht, einen Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff oder Devise), innerhalb einer festgelegten Laufzeit zu einem bestimmten Preis (Basispreis) zu erwerben (Call-Option) oder zu ver\u00e4u\u00dfern (Put-Option). Der Verk\u00e4ufer einer Option (der Stillhalter) verpflichtet sich zur Lieferung des Basiswertes bzw. zur Zahlung des Differenzbetrages, und erh\u00e4lt daf\u00fcr eine Pr\u00e4mie. Das bedeutet:<\/p>\n<p>Sofern der Basiswert bis zum Laufzeitende deutlich ansteigt, erzielt der K\u00e4ufer einer Call-Option einen Gewinn. Ein Profit entsteht, wenn sich der Kurs des Basiswertes oberhalb des Basispreises befindet. Der K\u00e4ufer einer Put-Option, der eine solche zu Absicherungszwecken oder zur Spekulation auf fallende Notierungen nutzt, erzielt einen Gewinn, sofern der Basiswert bis zum Laufzeitende stark f\u00e4llt. Ein Profit entsteht, wenn der Preis des Basiswertes unterhalb des Basispreises liegt.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Die Funktionsweise von Futures<\/h2>\n<p>\u00c4hnlich funktionieren Futures. Im Gegensatz zu Optionen sind Futures allerdings f\u00fcr beide Seiten juristisch bindend zu erf\u00fcllen. Dabei verpflichten sich Verk\u00e4ufer und K\u00e4ufer, den Basiswert zum festgelegten Preis am Ende der Laufzeit zu kaufen bzw. zu verkaufen. Da bereits mit kleinen Eins\u00e4tzen gro\u00dfe Mengen an Kapital bewegt werden, sind die Gewinn- und Verlustchancen hier enorm. Zur Verdeutlichung:<\/p>\n<p>Im Falle eines Dax-Futures entspricht ein Indexpunkt 25 Euro und auf einem entsprechenden Konto sind grunds\u00e4tzlich f\u00fcnf Prozent des Kontraktwertes als Sicherheit (\u201eMargin\u201c) zu hinterlegen. Bei einem Dax-Stand von bspw. 10.000 Punkten weist ein Dax-Future somit einen Wert von 250.000 Euro auf (10.000 x 25 Euro), doch m\u00fcssen lediglich 12.500 Euro (250.000 x 5 Prozent) hinterlegt sein. Das hei\u00dft:<\/p>\n<p>Steigt der Dax-Future von 10.000 auf 11.000 Punkte, errechnet sich f\u00fcr den Anleger ein Profit von 25.000 Euro (1000 Punkte x 25 Euro), w\u00e4hrend der Einsatz lediglich 12.500 Euro betr\u00e4gt. \u00c4hnlich funktioniert der Hebel in die andere Richtung. Denn sofern der Preis des Futures gefallen ist, erfolgt eine Belastung des Kontos in H\u00f6he des Tagesverlusts. Dabei sind die Verluste nicht auf die urspr\u00fcngliche Sicherheit beschr\u00e4nkt, denn falls eine gewisse Untergrenze auf dem Konto unterschritten wird, gilt es, Kapital nachzuschie\u00dfen. Andernfalls droht die zwangsm\u00e4\u00dfige Glattstellung der Position.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Der Handel mit Futures und Optionen<\/h2>\n<p>Im folgenden soll ein konkretes Beispiel den Handel mit Terminkontrakten illustrieren. Wir w\u00e4hlen dabei den Terminkontrakt f\u00fcr Gold, da dieser besonders leicht zu berechnen ist.<\/p>\n<p>Nehmen wir an, es sei Anfang Januar und der Cash- oder Kassapreis f\u00fcr Gold sei 360 US$ pro Unze. Der Preis f\u00fcr Dezember-Termingold, also f\u00fcr Gold, das in etwa einem Jahr zu liefern ist, betrage 400 $ pro Unze. Die Preisdifferenz von 40 $ wird Pr\u00e4mie genannt und erkl\u00e4rt sich haupts\u00e4chlich durch den aktuellen Zinssatz und die Lagerkosten des Goldes. Wer das physische Gold heute, also Anfang Januar, im Besitz hat und es im n\u00e4chsten Dezember verkaufen will, verliert auf das im Metall investierte Geld die Zinsen f\u00fcr etwa ein Jahr und hat zus\u00e4tzlich noch die Lager- und Versicherungskosten zu tragen. Diese Kosten und die entgangenen Zinsen m\u00f6chte der betreffende Goldbesitzer nat\u00fcrlich dadurch wettmachen, dass er sein Metall f\u00fcr den kommenden Dezember nur zu einem entsprechend h\u00f6heren Preis anbietet.<\/p>\n<p>Jeder Terminkontrakt beinhaltet eine genau definierte Menge und Qualit\u00e4t einer Ware oder eines Finanzinstrumentes. Beim Gold-Terminkontrakt an der Commodity Exchange, Inc. in New York (kurz COMEX genannt), der umsatzst\u00e4rksten Metallb\u00f6rse der Welt, ist die Kontraktgr\u00f6\u00dfe 100 Unzen (etwa 3 kg; 1 oz. = 31,10 g). Bei einem Terminpreis von 400 $ hat demnach 1 COMEX-Dezember-Goldkontrakt einen Gesamtwert von 40.000 $ (100 x 400 $).<\/p>\n<p>Investor A glaubt nun Anfang Januar, der Goldpreis werde bald steigen und entscheidet sich zum Kauf eines Dezember-Goldkontraktes. Um diesen Kontrakt kaufen zu k\u00f6nnen, muss er vorher einen Einschuss (margin) leisten, d.h. er muss bei seinem Broker einen Teil des Kontraktwertes deponieren. Dabei handelt es sich nicht um eine Anzahlung, sondern um eine von der Terminb\u00f6rse verlangte Garantiezahlung, welche die Bereitschaft des Investors dokumentieren soll, dass dieser sich an die eingegangene Verpflichtung halten wird. Dieser Einschuss betr\u00e4gt im Terminhandel in der Regel nur zwischen 5% und 10% des Kontraktwertes. Dieser \u00e4u\u00dferst bescheidene Einschuss ist die entscheidende Eigenschaft, durch die sich die Terminm\u00e4rkte von allen anderen M\u00e4rkten abheben. Wie wir gleich sehen werden, ergibt sich dadurch eine Hebelwirkung, die zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Profiten f\u00fchren kann, falls ein Anleger die Preisentwicklung richtig voraussieht. Nat\u00fcrlich ist diese Hebelwirkung ein zweischneidiges Schwert. Bewegen sich die Preise in die entgegengesetzte Richtung, sind die Verlustrisiken entsprechend gro\u00df.<\/p>\n<p>In unserem Beispiel sei der vom Broker geforderte Einschuss 4.000 $, also 10% des Wertes des Dezember-Terminkontraktes. Mit anderen Worten kontrolliert Investor A mit nur 4.000 $ Gold im Wert von 40.000 $. Nehmen wir weiter an, der Investor habe die Preisentwicklung richtig vorausgesehen und nach einem halben Jahr, also etwa im Juli, werde der COMEX-Dezember-Goldkontrakt zu 440 $\/oz. gehandelt. Damit stieg der Gesamtwert des von A kontrollierten Goldes um genau 10% auf 44.000 $ (100 x 440 $). Der Anleger hat nun folgende Wahl:<\/p>\n<p>Er kann den Verfallmonat des Kontraktes, also Dezember, abwarten und die Lieferung von 100 oz. physischem Gold zum dann g\u00fcltigen Preis tats\u00e4chlich verlangen. Allerdings m\u00fcsste er dann den ganzen Betrag &#8211; abz\u00fcglich des schon geleisteten Einschusses von 4.000 $ &#8211; in bar zahlen.<\/p>\n<p>Er kann seine Position eindecken, indem er einen identischen Goldkontrakt verkauft. Die vorzeitige Glattstellung eines Terminkontraktes wird praktisch in allen F\u00e4llen angewandt. Nur etwa 2% der gehandelten Terminkontrakte werden durch eine physische Lieferung erf\u00fcllt, indem die Produkte vom Verk\u00e4ufer eines Kontraktes tats\u00e4chlich geliefert und vom K\u00e4ufer entgegengenommen werden. Dies betrifft zumeist Produzenten oder Verarbeitungsbetriebe, z.B. Baumwollpflanzer, Kaffeer\u00f6ster oder Konservenfabriken und bei den Financial-Futures Finanzinstitutionen wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Portfolio-Manager, Finanzabteilungen gro\u00dfer Unternehmen oder bedeutende Privatinvestoren.<\/p>\n<p>Investor A entscheidet sich f\u00fcr die Realisierung des Gewinns. Er ruft seinen Broker an und gibt ihm den Auftrag, einen Kontrakt COMEX-Dezember-Gold bei 440 $ zu verkaufen und somit seine Position zu liquidieren. Nachdem dieser Auftrag ausgef\u00fchrt ist, sieht die Rechnung f\u00fcr A folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<p>Januar: Kauf 1 Kontrakt COMEX-Dez.-Gold bei 400 $\/oz. = 40.000 $<\/p>\n<p>Juli: Verkauf 1 Kontrakt COMEX-Dez.-Gold bei 440 $\/oz. = 44.000 $<\/p>\n<p>Gewinn = 4.000 $<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Kryptow\u00e4hrungen &#8211; Futures und Optionen<\/h2>\n<p>Wendet man nun o.g. Beispiel der Futures oder Optionen auf Kryptow\u00e4hrungen an, sind Gewinne oder Verluste von einigen 1.000% bis 10.000% m\u00f6glich, da der Kursgewinn oder Verlust der Kryptow\u00e4hrungen ohne Futures oder Optionen den an herk\u00f6mmlichen B\u00f6rsen gehandelten Futures und Optionen bereits \u00fcbertrifft. Der reine Kursgewinn des Ether betrug 2016 rund 860% , der Bitcoin Kursgewinn lag 2016 bei rund 220%, Gesamtkursgewinn des Bitcoin von 2009 bis heute : <strong>250000000%<\/strong> &#8211; und wenn das mit Futures oder Optionen kombiniert wird &#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Ein Markt f\u00fcr B\u00f6rsenprofis<\/h2>\n<p>Zusammengefasst betrachtet, bieten Futures und Optionen gro\u00dfartige Chancen, bei aber ebenfalls hohen Risiken. Eine durchdachte Strategie und ein konsequentes Risiko-Management sind daher Pflicht. Privatanleger k\u00f6nnen an diesem Markt mithandeln, sofern Sie ein Depot bei einer Bank besitzen, die mit der Terminb\u00f6rse Eurex verbunden ist. Das Gros der Marktteilnehmer an der Eurex sind allerdings institutionelle Investoren, die Futures und Optionen vor allem zur Absicherung und zur Spekulation nutzen.<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Futures und Optionen Der Handel mit Futures und Optionen gilt an der B\u00f6rse gemeinhin als K\u00f6nigsdisziplin. Denn diese Finanzinstrumente erm\u00f6glichen in k\u00fcrzester Zeit exorbitante Kursgewinne, sind aber gleichzeitig hochriskant. 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